Last-Minute-Weihnachtsgeschenke

Hallöle,

ja, mich gibt’s auch noch, falls das hier jemand liest.  :grin:  Ich werde in den nächsten Tagen auch mal etwas schreiben, warum hier so lange nichts los war und was in der Zwischenzeit so passiert ist, aber jetzt erstmal ein anderes Thema:

Wer kennt es nicht? Weihnachten steht vor der Tür und man hat immer noch kein Geschenk für einige Freunde oder Verwandte… Die Zeit drängt und die Läden schließen bald…Dieses Jahr, habe ich endlich eine Lösung gefunden: Ich verschenke Essen, denn Essen muss jeder!  :tongue:  Und mag es hoffentlich auch!

Aus diesem Anlass hier meine Top-5-Last-Minute-Weihnachtsgeschenke zum schnellen Selbermachen: (Disclaimer: Ja, ich habe einen Thermomix und habe alles damit gemacht, deswegen verlinke ich auch Thermomix-Rezepte. Ich finde ihn toll, aber natürlich braucht man ihn nicht und bekommt das meiste auch so gut hin.)

5) Cappuccino-Pulver

Fast jeder trinkt gerne Kaffee, vor allem ältere Verwandte, für die man sonst kein gutes Geschenk findet, oder? Deswegen mache ich gerne Cappuccino-Pulver selbst, dass man mit Milch oder Wasser einfach aufschütten kann. In einem Einmachglas sieht es gut aus und hält sich lange. Und das Beste: Mit diesem Rezept kann man durch Schokoriegel verschiedene Geschmackssorten kreieren, zum Beispiel Bratapfel oder Vanillekipferl. (Ich nehme keine originale Yogurette, sondern einfach Schokoriegel von Aldi oder Lidl, da gibt es sehr viele Sorten.)

4) Kekse

Schoko-Karamell-Kekse

Zitronenkekse

Der Klassiker schlechthin: Kekse gehen immer zu Weihnachten. Wer es nicht extra ausrollen und ausstechen mag (hier habe ich es mit Zitronenplätzchen gemacht), dem empfehle ich Schoko-Karamell-Kekse: Einfach einen Schoko-Rührteig machen, rollen und in Scheiben schneiden. In jede Scheibe eine kleine Kuhle drücken. Nach der Hälfte der Backzeit ein kleines Stück Karamell-Bonbon (zum Beispiel „MuhMuhs“, ich habe hier die nachgemachten von Lidl genommen) hineinlegen. Schmeckt super und kam bisher bei jedem gut an!  :kiss:

3) Süße Brotaufstricke

Toffitella

Auch Brotaufstriche sind ja sehr beliebt und deswegen ein schönes Geschenk. Aus Toffifee, Butter und Sahne lässt sich zum Beispiel sehr leckeres „Toffitella“ herstellen. Schmeckt wie Nutella mit Karamell, nur… besser.  :wink:  Es gibt auch viele ähnliche Varianten, zum Beispiel mit Yogurette oder Oreo-Keksen, so dass für jedes Schleckermaul etwas dabei sein dürfte.

2) Selbstgemachtes Pesto

Auch das ist ein ziemlich universelles Geschenk, finde ich. Nudeln isst fast jeder und ein leckeres Pesto dazu kann doch nie schaden, oder? Wer einen Thermomix hat, kann mal im Grundkochbuch nachschauen, wir haben dieses Jahr das Tomatenpesto und das Basilikumpesto daraus ausprobiert. Wichtig: Immer mit einer Schicht Olivenöl bedecken, dann hält es sich länger.

1) Likör

Lebkuchen-Likör, Kokos-Likör, Bratapfel-Cappuccino-Pulver

Ja, Likör ist eigentlich kein Geheimtipp mehr und gerade kleine Flaschen sind kurz vor Weihnachten echt schwer zu bekommen, weil das wohl fast jeder macht.  :exclaim:  Aber es ist superlecker, schnell gemacht und sieht immer gut aus. Dieses Jahr sind meine Favoriten Lebkuchen-Likör und weißer Kokos-Likör. (Die Rezepte sind aus einem gekauften Rezept-Kalender weshalb ich sie hier nicht ungefragt veröffentlichen möchte, aber wenn man googelt, findet man sehr viel.) Aber auch mit Glühwein, Karamel und Nimm-2-Bonbons habe ich schon einiges ausprobiert. In einer besonders hübschen Flasche ist ein Likör immer ein schönes & schnelles Geschenk!

Frohe Weihnachten wünschen Euch

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Das Krümelmonster & Eure Satsuki

Unser neuer Mitbewohner: Siegfried, der Sauerteig

Seit ein paar Wochen wohnt jemand neues unter unserem Dach – genauer gesagt, in unserem Kühlschrank! Er heißt Siegfried, ist ein Sauerteig und muss jeden Tag gerührt und auch regelmäßig gefüttert werden. Aber wenn man ihn gut pflegt liefert er alle 10 Tage eine tolle Grundlage für sehr viele herzhafte Leckereien.

Vielleicht kennt ihr Siegfried noch von früher, eine Zeit lang waren er und sein Kumpel Hermann (aus dem man süße Sachen backen kann) nämlich voll im Trend. Da sich der Teig durch das regelmäßige Füttern ständig vergrößert, bekommt man ihn klassischerweise von jemandem weitergegeben, der ihn wieder vor jemand anderem hat, und so weiter… Aber man kann ihn auch ziemlich einfach selbst ansetzen. (Generell gilt aber, je älter Siegfried ist, desto besser wird der Teig und desto leckerer schmeckt er auch  :smile: ) Ich habe meinen von meiner Mutter bekommen, die ihn aber selbst angesetzt hat. Also muss Siegfried jetzt bei mir alt und lecker werden! Er schmeckt aber auch jetzt schon sehr gut! Und das kann man mit Siegfried so backen:

Siegfried Sauerteig Hefe

Meistens wird Siegfried zu einem Hefe-Teig weiter verarbeitet. Hefe und Sauerteig sorgen dafür, dass er ordentlich viel geht. Das ist echt praktisch, wenn man wie ich nicht so viel Erfahrung mit Hefeteigen hat, denn man erkennt sofort, ob er schon richtig gegangen ist, oder nicht. Bisher war mein Siegfried zweimal dran zum Backen: Einmal gab es ein leckeres Brot mit Schinkenwürfeln und Röstzwiebeln:

Siegfried Sauerteig Brot Speck Röstzwiebeln

Na ja, genau genommen wurde mehr draus: Für ein großes Brot, zwei kleine und ein Brötchen hat der Teig gereicht. Dieses (und auch das andere) Rezept habe ich aus dem Buch „Backen mit Hermann und Siegfried“ von Dr. Oetker. Weil es darauf natürlich ein Copyright gibt, möchte ich die Rezepte hier nicht im Detail veröffentlichen. Nur so viel: Für das Brot braucht man nur einen einfachen Hefeteig, bei dem man Röstzwiebeln und Schinkenwürfel oder Speck einfach unterhebt.  :wink: Und es gibt wirklich viele gute Rezepte mit Hermann und Siegfried im Internet.

Das zweite Projekt war dann eine Kräuter-Schinken-Rolle.

Siegfried Sauerteig Kräuter-Schinken-RolleSiegfried Sauerteig Kräuter-Schinken-Rolle

Hier wird der Teig mit Kräuterfrischkäse und Schinken bestrichen und dann gerollt. Bei mir sieht es nicht so schön aus, weil ich nur eine einfache Rolle statt einen geflochtenen Zopf gemacht habe. Das hat nicht so gut gehalten. Geschmeckt hat es aber trotzdem sehr gut!  :tongue:

Hier sehr ihr übrigens mal einen Arbeitsschritt (und einen neugierigen Omnom-Frosch!):

SIegfried Sauerteig Kräuter-Schinken-Rolle

 

Und, konnte ich euch für einen Siegfried begeistern? Wollt ihr auch einen haben? Dann könnt ihr euch einen Teig von Bekannten mitnehmen oder einfach selbst ansetzen (auch hier gibt es viele Rezepte im Internet). Und dann geht’s los:

  • Wichtig: Den Siegfried immer im Kühlschrank aufbewahren, am besten auf der obersten Ebene, denn zu kalt mag er es auch nicht
  • Fast noch wichtiger: Ihr dürft ihn nicht mit einem Gegenstand aus Metall berühren, das verdirbt ihn! Also eine Schüssel aus Glas, Plastik oder Porzellan (mit Deckel) verwenden und auch keinen Metall-Löffel zum Rühren. Euer Siegfried wird es euch danken!  :grin:
  • Am ersten Tag nach der Verarbeitung ruht der Teig immer. An allen anderen Tagen müsst ihr ihn einmal durchrühren. Es setzt sich immer eine leichte Schicht ab, die ihr verrühren müsst.
  • Am 5. und 10. Tag wird Siegfried gefüttert: Normalerweise bekommt er so viel, dass ihr am Ende der zehn Tage dreimal so viel habt wie am Anfang: Einen Teil zum weitergeben, einen zum Backen und einen zum behalten. Wenn ihr aber – wie ich – nicht alle zehn Tage jemanden auftreiben könnt, der einen Siegfried haben will und auch nicht immer zwei Sachen backen wollt, nehmt ihr einfach diese Mengen zum Füttern: 50g Mehl, 1 EL Zucker und 80ml Wasser oder Buttermilch. Dann verdoppelt sich eure Teig-Menge nur. Ihr solltet die Zutaten gut verrühren, bis es keine Klümpchen mehr gibt.
  • Am 10. Tag wird der Teig (direkt nach dem Füttern) verarbeitet, in einem Rezept eurer Wahl. Üblicherweise nimmt man dafür 200g vom Siegfried ab, den Rest behaltet ihr. Wechselt aber trotzdem am besten aus hygienischen Gründen an diesem Zeitpunkt die Schüssel
  • Schafft ihr es mal nicht. Siegfried zu backen oder zu füttern, könnt ihr in auch einfrieren, am besten am Anfang oder am Ende eines Abschnitts.

Das waren erstmal alle meine Tipps zum Siegfried. Ich finde es ziemlich toll, dass man praktisch alle zehn Tage etwas backen muss und es dadurch nicht vor sich her schieben kann. Aber ich fände es besser, wenn ein Abschnitt eine oder zwei Wochen dauern würden, dann könnte man immer am Wochenende backen. Trotzdem bin ich sehr begeistert von unserem neuen Mitbewohner – mal sehen, wie lange er bei uns bleibt!

Eure Satsuki