Durchgelesen: März

Nach Ostern gibt es auch wieder ein bisschen was für die Bücherfreunde, aber diesen Monat fällt „Durchgelesen“, ziemlich kurz aus, denn im letzten Monat habe ich tatsächlich nur zwei Bücher gelesen. Aber eins davon hatte knapp 1100 Seiten, deswegen ist das doch gar kein so schlechter Schnitt.  :wink:  Wenn mein Semester bald wieder beginnt, habe ich auf den Fahrten zur Uni auch wieder ein bisschen mehr Zeit zum lesen.  :grin:

Ken Follett: Kinder der Freiheit

Zur Handlung: Da es sich hier um das dritte und letzte Buch der Jahrhundertsaga von Ken Follett handelt, möchte ich nicht zu viel von der Geschichte der einzelnen Protagonisten vorweg nehmen. Denn es lohnt sich wirklich die beiden anderen Bücher („Sturz der Titanen“ und „Winter der Welt“) zuerst zu lesen! In diesem Roman geht es um die amerikanische Bürgerrechtsbewegung, den kalten Krieg & den Zerfall der Sowjetunion, die Teilung Deutschlands und weitere historische Ereignisse seit den 1960er Jahren. Erzählt werden die Ereignisse durch das Leben verschiedenen Personen und ihren Familien, die schon in den vorherigen Bänden auftauchen.

Review: Die ganze Jahrhundertsaga ist für mich auf jeden Fall uneingeschränkt lesenswert! Die Geschichten der Protagonisten sind spannend, ohne übertrieben dramatisch zu wirken und spannen ganz nebenbei einen Bogen zwischen den wichtigsten historischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts! Zwar sind Charaktere an sich fiktiv, aber die Geschichte wurde nicht verfälscht. Insbesondere beim ersten Band habe ich noch viel über die Zeit um den ersten Weltkrieg gelernt, dass ich noch nicht wusste. Einziger Kritikpunkt wäre vielleicht, dass die begleiteten Figuren bei fast jedem historisch bedeuteten Ereignis praktisch hautnah dabei sind, was doch ein bisschen unrealistisch ist. Aber ich verstehe natürlich, dass das für so einen Roman notwendig ist, vielleicht stört das auch nur mich. Alles in allem auf jeden Fall ein tolles Buch, mit dem man eine Weile beschäftigt ist!  :wink:

Wertung: 5/5   :grin:   :grin:   :grin:   :grin:   :grin:

 

Judith Lennox: An einem Tag im Winter

Zur Handlung: Dieser Roman spielt im England der 1950er Jahre. Die junge Chemikerin Ellen tritt ihre erste Stelle an, als schon kurz darauf einer ihrer Kollegen auf seltsame Weise ums Leben kommt. Sie verdächtigt ihren Arbeitgeber, freundet sich mit einem der ermittelnden Polizisten an und dann steht plötzlich noch ihre alte Schulfreundin India wieder vor der Tür.

Review: Wie viele andere Bücher auch, haben ich diesen Roman ziemlich blind gelesen, und das war auch gut so. Denn der Klappentext erzählt leider schon die halbe Geschichte nach, weshalb ich mich hier mit der Inhaltsangabe sehr kurz gefasst habe. Daher dachte ich aber zuerst, es würde sich eher um einen Krimi handeln, was so nicht ganz stimmt. Obwohl die Aufklärung des Mordes eine Rolle spielt, stehen die Liebesgeschichten von zwei sehr unterschiedlichen Frauen im Vordergrund. Ich fand das Buch ganz nett, es hat einige Wendungen, die man nicht direkt erwartet, aber es erzählt auch nichts völlig neues.

Wertung: 3/5  :grin:   :grin:   :grin:

So, das war mal wieder ganz schön spät… Aber ich hoffe dafür, mein Bericht über unseren Oster-Festival-Urlaub wird am Wochenende fertig. :wink:

Eure Satsuki

Durchgelesen: Februar

Hier kommen (typischerweise mit ein paar Tagen Verspätung :wink: ) meine Bücher-Empfehlungen aus dem Februar. Irgendwie sind es dieses Mal gar nicht so viele. Ich überlege noch, was meine Ausrede dafür ist, wahrscheinlich mal wieder die Klausuren an der Uni… Und, dass der Februar ja auch ein bisschen kürzer ist als andere Monate. :exclaim: Aber ein bisschen was ist trotzdem zusammen gekommen:

Corina Bomann: Die Jasminschwestern

Zur Handlung: Für die Journalistin Melanie bricht eine Welt zusammen, als ihr Freund Robert plötzlich nach einem Autounfall ins Koma fällt. Um mit dieser Situation zurecht zu kommen, zieht sie sich aufs Land zu ihrer Urgroßmutter Hanna zurück. Dabei erfährt sie nach und nach mehr über deren eigene Geschichte: Hannas bewegtes Leben führte sie vom Vietnam nach Deutschland und Paris und wurde durch die Trennung von ihrer Schwester geprägt.

Review: „Die Jasminschwestern“ erzählt, wie es typisch für die Bücher von Corina Bomann ist, zwei parallele Handlungsstränge in der Gegenwart und der Vergangenheit. Ihr gelingt die Kombination der beiden Geschichten im Vergleich zu anderen Autoren in dem Genre meistens gut, hier finde ich aber, dass die Erzählung aus der Gegenwart etwas klischeehaft ist und einige Schwächen aufweist. Die Geschichte der Jasminschwestern in der Vergangenheit finde ich dagegen spannend und abwechslungsreich. Wenn ihr noch nichts von der Autorin kennt, empfehle ich euch aber eher „Die Schmetterlingsinsel“ oder auch „Der Mondscheingarten“

Wertung: 3/5  :grin:   :grin:   :grin:

Katarina Bivald: Ein Buchladen zum Verlieben

Zur Handlung: Als Sara ihren Job in einem Buchladen verliert, entschließt sie sich zu einem mutigen Schritt: Sie bricht von Schweden zu einer Reise in ein kleines Dorf in Iowa auf, um ihre Brieffreundin Amy zu besuchen, die sie noch nie gesehen hat. Die beiden verbindet ihre Liebe zu Büchern. Doch dort angekommen, findet sie heraus, dass Amy plötzlich verstorben ist und ist nun ganz allein an einem fremden Ort. Doch die anderen Dorfbewohner nehmen sich ihr – auf recht unkonventionelle Weise – an und integrieren sie in ihre Gemeinschaft, bis Sara sich schließlich einen Traum erfüllt: Sie eröffnet einen eigenen Buchladen.

Review: Die Idee der Geschichte finde ich gar nicht mal so schlecht. Klar, wer gerne liest, fühlt sich den Amy und Sara in ihrer Begeisterung für Bücher verbunden. Allerdings finde ich nahezu alle Charaktere, allen voran Sara, seltsam geschrieben und unsympathisch. Sie wird einfach zu klischeehaft als graue Maus dargestellt und die anderen Dorfbewohner sind ein verzerrtes Abbild einer amerikanischen Kleinstadt aus dem Bilderbuch. Irgendwie finde ich das befremdlich. Und auch die Handlung gerät erst gegen Ende in Schwung, überschlägt sich dann aber in einer klischeehaften Liebesgeschichte. Zwei Kätzchen gibt es trotzdem noch für die gelegentlichen Abschnitte über Literatur und das Lesen an sich, die wirklich schön geschrieben sind.

Wertung: 2/5  :grin:   :grin:

Sarah Lark: Der Klang des Muschelhorns

Zur Handlung: Dieses Buch ist der zweite Teil der aktuellsten Neuseeland-Triologie von Sarah Lark. Die Geschichte der Protagonisten aus dem ersten Teil „Die Zeit der Feuerblüten“ und deren Kinder wird weiter erzählt. Um hier nicht zu spoilern, werde ich dazu nichts weiter schreiben, falls jemand den ersten Band noch nicht kennt. Nur so viel: Eine typische Auswanderer-Geschichte aus dem 19. Jahrhundert, dieses Mal mit deutschen Familien aus Mecklenburg.

Review: Es geht also mal wieder nach Neuseeland, wie schon so oft bei Sarah Lark. Es mag daran liegen, dass ich eine ältere Reihe von ihr gerade zu Ende gelesen habe, aber ich finde die Wiederholungen in den Themen (Aufstände der Maori, Schafzucht, Walfang) langsam ein bisschen langweilig. Gerne würde ich mal etwas neues von ihr über einen anderen Schauplatz lesen. Das Buch ist aber für sich genommen nicht schlecht. Meine Kritik am ersten Band war ja, dass Gewalt und Vergewaltigungen trotz historischem Bezug für mich etwas zu viel Überhand genommen hatten. Das ist in diesem Buch etwas besser geworden, zumindest ein bisschen. Oder ich habe mich dran gewöhnt… Wem das nichts ausmacht, kann ich nur darauf hinweisen, dass ich bei aller Kritik die Bücher von Sarah Lark immer noch besser finde als viele andere Auswanderer-Romane.

Wenn es historisch sein darf, aber nicht unbedingt ausgewandert werden muss, empfehle ich übrigens „Die Teerose“ und die beiden Fortsetzungen von Jennifer Donnelly, die sind für mich auch nach wie vor ein Highlight.

Wertung: 3/5  :grin:   :grin:   :grin:

Trudi Canavan: Die Magie der tausend Welten – Die Begabte

Handlung: In diesem ersten Band einer Fantasy-Trilogie werden zwei Geschichten aus zwei Welten parallel erzählt. Auf der einen Seite geht es um den Archäologie-Studenten Tyen, der ein magisches Buch namens „Pergama“ (da schreib ich gleich noch was zu) findet. Dabei handelt es sich eigentlich um eine junge Frau, die in diese Form verwandelt wurde und nun in der Lage ist, jegliches Wissen zu sammeln und weiter zu geben. Tyen möchte ihr helfen, wieder ein Mensch zu werden, wird aber des Diebstahls an diesem wertvollen Artefakt bezichtigt und muss fliehen. Dann geht es noch um Rielle, die in einer anderen Welt lebt, in der Frauen wenig Rechte haben. Sie verliebt sich in einen Künstler, was ihre Eltern nicht billigen. Als sie dann auch noch herausfindet, dass sie magische Fähigkeiten besitzt, die in ihrem Land nur den Engeln und ihrer Priestern vorbehalten sind, gerät sie in immer größere Gefahr.

Review: Eines vorweg: Das hier ist ein Buch von Trudi Canavan. :kiss:  Ich kann es also per Definition nicht schlecht finden, denn ich liebe einfach alle ihre Geschichten und würde so ziemlich blind alles von ihr empfehlen. (Also lest „Die Gilde der Schwarzen Magier“, „Sonea“ und „Das Zeitalter der Fünf“, dann wisst ihr, was ich meine). So, jetzt ernsthaft: Ich finde es super, die Welten sind toll geschrieben, aber ein bisschen Längen hat es in der Mitte schon. Und nicht alle Hauptcharaktere sind mir sympathisch, aber das ist öfter so bei ihren Büchern und stört auch nicht, es tut der Geschichte keinen Abbruch. Das klingt jetzt schon wieder so negativ, aber ich bemühe mich nur, ehrlich zu sein und auch Schwächen aufzuzeigen. Trotzdem ist das Buch genial und der Auftakt zu einer tollen Reihe (ja, ich weiß das jetzt schon :wink: ), also definitiv eine Kaufempfehlung!

Wertung: 5/5 :grin:   :grin:   :grin:   :grin:   :grin: